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Bitumen

oder die Schwarzdeckung


Der Begriff Schwarzdeckung, der als fader Beigeschmack im Volksmund hängt, dürfte bald ganz verschwunden sein. Denn die "altbewährte Schwarzdeckung" gibt es zum Glück für Bauherren und Handwerker nicht mehr.

Die Abdichtungstechnik, wie sie heute angewendet wird, muss anders definiert werden, weil das Angebot an Abdichtungsprodukten in den letzten Jahren enorm gewachsen ist. Dies liegt mit Sicherheit auch daran, dass die Kunststoffindustrie den Bitumenprodukten einen harten Konkurrenzkampf leistet.

Vor- und Nachteile durch Bitumen

Ein großer Vorteil des Bitumens ist mit Sicherheit die Resistenz gegen fremdeinwirkende Stoffe wie Säuren und Salze, welches das Produkt für viele Bereiche in Industrie- und Privatbereiche auszeichnet.

Der kleine Nachteil einer bituminösen Abdichtung ist zum einen das Gesamtgewicht der Dachabdichtung im Gegensatz zur einlagigen Kunststoffabdichtung und zum anderen die Verarbeitung mit der offenen Flamme, was die Brandgefahr bei Altbausanierungen erheblich erhöht, da die alten Dachkonstruktionen meistens sehr trocken sind.

 

Dachkonstruktionen und Wirkungsweisen mit Bitumen

Im Bereich Flachdach gibt es viele verschiedene Dachaufbauten und Dachkonstruktionen mit verschiedenen Wirkungsweisen. Hier stellen wir Ihnen die Dachaufbauten eines Warmdachs, Umkehrdachs und eines Kaltdachs dar. Wir haben bewusst zuerst das Umkehrdach und dann das Kaltdach beschrieben, da das Umkehrdach zur Kategorie Warmdach gehört.

Das Warmdach

Vorteile:

 

  • Die Wärmedämmung wird in die Dachhaut eingebunden und ist somit nicht der Witterung ausgesetzt.
  • Die Wärmedämmung kann verklebt und/oder geschraubt werden. Somit wird ein Verrutschen verhindert und es entstehen keine Kältebrücken.
  • Bei der richtigen Wahl der Oberlage kann auf eine "gewichtbringende" Dachauflast verzichtet werden. Man spart somit unnötige Kosten für eine Dachauflast.
  • Bei einem Schadensfall kann eine Leckortung problemlos durchgeführt werden, somit fallen keine unnötigen Lohnkosten für "das Suchen der Nadel im Heuhaufen" an.


Nachteile:

Die Oberlage muss gegen UV-Einstrahlung geschützt sein und ist somit etwas teurer als eine nur besandete ungeschützte Schweißbahn.

     
Das Umkehrdach

Vorteile:

Keine


Nachteile:

  • Die Wärmedämmung wird ständig der Witterung ausgesetzt.
  • Wasser setzt sich zwischen die Fugen der Dämmplatten, es gefriert im Winter und verschiebt somit die Platten und beschädigt die Dachhaut, weil es auch zwischen Dämmplatte und Dachhaut gefriert.
  • Unnötiges Gewicht, welches die Dachabdichtung und die Unterkonstruktion strapaziert, muss aufgebracht werden. Dadurch entstehen unnötige Kosten.
  • Bei Schadensfall muss meistens die Auflast und die Wärmedämmung großflächig entfernt werden, damit eine undichte Stelle geortet bzw. repariert werden kann.
  • Randverblechungen, Türeinfassungen etc. müssen mit größeren Zuschnitten dimensioniert werden, weil das Höhenmaß der Wärmedämmung dazugerechnet werden muss. Somit werden die Kosten wieder unnötig in die Höhe getrieben.

 

Das Kaltdach

Das Kaltdach, auch durchlüftetes Dach genannt, ist nur auf die Dachkonstruktion zurückzuführen. Aus Sicht des Wohnraumklimas mit Sicherheit die beste Lösung.
Das Kaltdach ist jedoch nicht mit dem Umkehrdach zu verwechseln, denn der Wärmedämmung kann es nicht kalt werden.


Vorteile:

  • Wasserdampf der von den Wohnräumen in die Dachkonstruktion gelangt, kann durch die Lüftungsebene optimal abgetragen werden.
  • Anstelle einer Dampfsperre reicht bei dieser Dachkonstruktion eine Dampfbremse, welche durch eine gewisse Dicke der Betondecke schon erreicht wird.
  • Im Zwischenraum bzw. in der Lüftungsebene lassen sich Lüftungsrohre bzw. Leitungen sehr gut verstauen und verlegen.


Nachteile:

Höherer Dachaufbau.
Bei Einbau von Lichtkuppel oder Lichtbändern enormer Lichtverlust wegen großer Schachttiefe.

 
Wir beraten Sie gerne bezüglich einer optimalen Flachdachabdichtung aus bituminösen Werkstoffen.